Internationaler Austauschdienst weiterentwickelt.
08. Jun. 2008
Österreichs Stellung im globalen Wettbewerb der Wissensgesellschaften hat höchste Priorität. Europäische und internationale Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung ist dafür unabdingbar. Hohe Mobilität zeichnet erfolgreiche Menschen aus. Rund ein Drittel der Absolventinnen und Absolventen österreichische Universitäten verfügen über Auslandserfahrung, andererseits weisen Österreichs Universitäten mit rund 20 % international Studierender europaweit die zweithöchste Quote auf.
Wir sind als gut im Rennen und planen weiterhin ambitioniert das Ziel für Österreich mit 50 % der Absolventinnen und Absolventen mit Auslandsstudienaufenthalt bis 2020.
Durch den vorliegenden Gesetzesentwurf wird der Verein Österreichischer Austauschdienst in ein GmbH entwickelt. Eine europäisch und international anerkannte Agentur für internationale Bildungs- und Wissenschaftskooperation, die den Bund bei der Konzeption und Weiterentwicklung unterstützt. Ganz wichtig erscheint mir das Anliegen, noch bessere Serviceleistungen für an Auslandsaufenthalten interessierte Studierende und Lernende, Lehrende und Forschende. Diese Leistungen fördern die Erweiterung des persönlichen Horizontes im Hinblick auf Kultur und Sprachen. Sie sind somit ein wertvoller Beitrag zur Völkerverständigung.
Durch diese neue Agentur kann Österreich zudem seine wichtige Position in Ost- und Südosteuropa als zentraler Netzwerkknoten für Forschungs- und Wissenschaftskooperation stärken zum Beispiel durch die aktive Rolle in der „Steering Platform for Research with teh Western Balkan Countries“. Auch in Übersee weht die rot-weiß-rot Wissenschaftsfahne etwa durch den Aufbau wissenschaftlicher Kapazität durch Master-Stipendien in Thailand für Studierende aus Laos, Kambodscha und Myanmar. Damit leistet Österreich seinen sinnvollen Beitrag zur Erfüllung gemeinschaftlicher und internationaler Verpflichtungen.
Mit diesem Gesetz erhalten rund 130 Mitarbeiter des Österreichischen Austauschdienstes eine Stärkung und den klaren Auftrag den erfolgreichen Weg weiterzugehen. Die Betreuungszahl von 12.000 Einzelpersonen und Projekten pro Jahr wird dadurch steigen. Meine sehr verehrten Damen und Herren, durch eine europäische Kooperation, vor allem durch den Ausbau des Service im Bereich Lebenslanges Lernen, kann jeder von uns profitieren.



