Sudetendeutsche: Im Zeichen der Versöhnung
28. Apr. 2008
In Vertretung von LH Dr. Erwin Pröll war ich zur Hauptversammlung der Sudetendeutschland, Gruppe NÖ bzw. Region St. Pölten, eingeladen. Dabei habe ich auf die „Entschließung zum sudetendeutsch-tschechischen Gedenkjahr 2008“ der erweiterten Bundesversammlung der der Sudetendeutschen Landsmannschaft, des höchsten parlamentarischen und alle Vereinigungen umfassenden Gremiums der sudetendeutschen Volksgruppe außerhalb ihrer Heimat, hingewiesen. Insbesondere auf die sehr versöhnliche Formulierung, wonach die Sudetendeutschen „ihr Bedauern und ihre Entschuldigung für alle Verfehlungen und Verbrechen erneuern, die von Repräsentanten des deutschen Volkes gegenüber Angehörigen des tschechischen Volkes begangen worden sind, wie dies vom damaligen Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe, Bundesminister Hans-Christoph Seebohm erstmals beim Sudetendeutschen Tag im Jahr 1963 ausgesprochen worden ist.“
Andererseits halte ich es daher für höchst legitim, dass die Heimatvertriebenen an
den Präsidenten, die Regierung und die parlamentarischen Gremien sowie die Repräsentanten der gesellschaftlichen Organisationen der Tschechischen Republik appellieren, „sich ihrerseits von völker- und menschenrechtswidrigen Aktionen wie der Entrechtung und Vertreibung der sudetendeutschen Volksgruppe zu distanzieren, menschenrechtswidrige Dekrete bzw. Gesetze aufzuheben und endlich zu Gesprächen mit den Vertretern der Betroffenen über die Probleme aus der Vergangenheit und Lösungsmöglichkeiten für eine partnerschaftliche Zukunft bereit zu sein.“
Ich halte es daher für angebracht, dass das offizielle Österreich die Resolution als positives Zeichen für Dialog und Versöhnung mit dem Ziel einer guten und friedlichen Entwicklung in Europa zur Kenntnis nimmt! Zudem müssen auf diplomatischer Ebene bestimmte Dekrete des Präsidenten Beneš sowie im Sinne der Beschlüsse des Europäischen Parlaments insbesondere die Abschaffung des sogenannten Amnestie-Gesetzes angesprochen werden.



