Fliegerhorst Langenlebarn hat oberste Priorität

26. Apr. 2008

Die Absicht des Verteidigungsministerium eine gesamte Hubschrauberstaffel, bestehend aus alten aber bestens gewarteten und voll funktionierenden Maschinen, außer Betrieb zu nehmen ist für mich vollkommen unverständlich. Die Jetranger sind mindestens bis 2015 ideale Schulflugzeuge! Dass sich daraus sogar Spekulationen über die Schließung bzw. massive Abwertung des Fliegerhorstes ergeben haben verwundert mich nicht. Dazu sei aber klargestellt: Am Beginn der Heeresreform wurden durch LH Pröll und dem damaligen Verteidigungsminister Platter der Standort Langenlebarn nicht nur gesichert sondern auch die Voraussetzung für zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen - daran wird auch nicht gerüttelt. Die Eröffnung der Fliegerabwehrschule im Herbst war dafür ein deutliches Zeichen.

Ich verstehe allerdings den Groll der Piloten, die sich über ihre zukünftigen Aufgaben am Fliegerhorst Langenlebarn nicht gewiss sein können und daher überlegen in die Zivilluftfahrt zu wechseln. Ich erwarte mir daher als regionaler Abgeordneter, dass Bundesminister Darabos seinen Mitarbeitern endlich Klarheit gibt. Sollten die Jetranger bereits jetzt ausgemustert werden, so muss klar sein, dass zeitgleich dafür in Langenlebarn Ersatzmaschinen bereitgestellt werden.

OTS0172 5 II 0279 VPK0002                             Mi, 28.Mai 2008

Parlament/ÖVP/Landesverteidigung/Darabos/Eisenschenk

Eisenschenk: Fliegerhorst Langenlebarn hat oberste Priorität

Utl.: ÖVP-Abgeordneter kritisiert Absicht des Verteidigungsministers
      und fürchtet Schwächung des Standortes Langenlebarn =

   Wien (ÖVP-PK) - "Völlig unverständlich" ist für den Tullner Vizebürgermeister und ÖVP-Nationalratsabgeordneten Peter Eisenschenk die Absicht des Verteidigungsministers, eine gesamte Hubschrauberstaffel - bestehend aus alten aber bestens gewarteten und voll funktionierenden Maschinen - verfrüht außer Betrieb zu nehmen.
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Wie bekannt wurde, sollen nämlich die Hubschrauber AB 206 A Jet Ranger, die zuverlässigen Arbeitsgeräte der Fliegerschule Langenlebarn, vorzeitig außer Dienst gestellt werden, obwohl diese noch bis mindestens 2015 kostengünstig abheben könnten. Mit der Entscheidung, durch welches Fluggerät die Jet Ranger im unmittelbaren Gegenzug nach deren Ausscheiden ersetzt werden sollen, ist Minister Darabos jedoch säumig. Diese Entscheidung fordert Eisenschenk von Darabos ein und erinnert an den Beginn der Heeresreform, als durch Landeshauptmann Pröll und den damaligen Verteidigungsminister Platter der Standort Langenlebarn nicht nur gesichert wurde, sondern auch die Voraussetzung für zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurde. Die Eröffnung der Fliegerabwehrschule im Herbst war dafür ein deutliches Zeichen.

Das Verteidigungsministerium scheint jedoch vom vereinbarten Kurs abgekommen und gerät in Turbulenzen, wenn der Standort Langenlebarn geschwächt sowie die notwendige Komponente für Katastropheneinsätze im Inland stark beschnitten wird, meint Eisenschenk, der sich als Vizebürgermeister von Tulln auch für seinen Gemeindeteil Langenlebarn einsetzt.

Nur zu gut versteht Eisenschenk allerdings den Groll der Piloten, die sich über ihre zukünftigen Aufgaben am Fliegerhorst Langenlebarn nicht gewiss sein können und daher überlegen, in die Zivilluftfahrt zu wechseln. "Ich erwarte mir daher als regionaler Abgeordneter, dass Bundesminister Darabos seinen Mitarbeitern endlich Klarheit gibt. Sollten die Jet Ranger bereits jetzt ausgemustert werden, so muss klar sein, dass zeitgleich dafür in Langenlebarn Ersatzmaschinen bereitgestellt werden." (Schluss)

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