Lesebus on tour

Sie prägen unser Dasein, obwohl wir sie oft nur flüchtig wahrnehmen: Mithilfe von Buchstaben, Zeichen und Symbolen orientieren wir uns im Alltag und erzeugen Sinn und Bedeutung. Das Lesemobil, eine Initiative von LR Wolfgang Sobotka, brachte am 12. März 2008 Wort- und Sprachspiele nach Tulln.
Die von der Designerin Tina Lehner eigens entwickelte „Zeichen-Box“ bildet das Zentrum des Lesemobils. Ein abgedunkelter Raum, der erst im Lichtkegel einer Taschenlampe seine Geheimnisse preisgibt: Schriften und Symbole, Zeichensysteme, Bilder und Piktogramme in leuchtenden, reflektierenden, und glänzenden Folien und Farben. Groß und Klein entschlüsseln im Schein der Taschenlampe geheime Botschaften und kommen phantasievollen Kurzgeschichten auf die Spur. Die Zeichen-Box verrät mehr über das das Doppelleben von Schrift und Bild. Palindrome (eine Zeichenkette, die man von vorne und hinten lesen kann), Zeichenspuren am Boden und Tapetenschnitte sorgen für weitere Überraschungen.
Mit an Board des Lesemobils sind auch ausgewählte Module zur kreative Selbstbedienung ein: Die BesucherInnen lernen spielerisch verschiedene Zeichensysteme kennen und pflücken ihre Wunsch-Buchstaben in unterschiedlichen Alphabeten. Wie schaut der eigene Name in ägyptischen Hieroglyphen oder in Brailleschrift aus? Wie funktionieren Gebärdensprache oder Morsealphabet? Antworten darauf fanden Schülerinnen und Schüler vor allem der Volksschule II im Lesemobil.



